Vermittlungsgutschein AVGS 2017-01-27T10:20:39+00:00

Information zum Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein – Maßnahme private Arbeitsvermittlung – AVGS MPAV – bescheinigt die Agentur für Arbeit einem Arbeitsuchenden oder einem Arbeitslosen das Vorliegen der Fördervoraussetzungen für eine oder mehrere Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung, hier für die private Arbeitsvermittlung.

In dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein werden Maßnahmeziel und Maßnahmeinhalt festgelegt und eine Förderzusage erteilt. Sie können sich mit dem Gutschein bei uns bewerben. Mit dem Original des Gutscheines rechnen wir Ihr Honorar direkt mit der Agentur für Arbeit ab. Der Gutschein kann zeitlich befristet oder regional beschränkt sein.

Aussteller des Gutscheins kann auch das Jobcenter sein. Der Gutschein ist eine Weiterentwicklung des früheren Vermittlungsgutscheins, der bis zum 31. März 2012 ausgegeben wurde.

Unsere Empfehlung:

Beantragen Sie bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit, JobCenter oder gleichwertigen Einrichtung einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein AVGS II und setzen Sie sich im Anschluss mit uns in Verbindung um Sie im Bewerbungsprozess zu unterstützen.

Eine eventuelle Ablehnung lassen Sie sich bitte in jedem Fall schriftlich begründen! Beachten Sie die zeitliche Befristung Ihres AVGS und beantragen Sie rechtzeitig einen neuen Gutschein !

10 Fragen und Antworten zum Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Die zehn wichtigsten Fragen stellen wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband „Ring der Arbeitsmarktdienstleister e.V.“ mit zur Verfügung. Für weitere Auskünfte zur Antragstellung eines AVGS II
wenden sie sich vertrauensvoll an uns.

Seit dem 01.04.2012 dürfen nur nach AZAV zertifizierte private Arbeitsvermittler den AVGS für Ihre Dienstleistung abrechnen da die über ein Qualitätsmanagementsystem verfügen.
Der AVGS kann in 3 verschiedenen Varianten ausgegeben werden und dient nicht mehr ausschließlich als Förderinstrument zur Vermittlung von Arbeitslosen.
AVGS1 zur Unterstützung der Aktivierung und Eingliederung von Arbeitsuchenden durch Maßnahmen bei zugelassenen Trägern; AVGS2 zur ausschließlich erfolgsorientierten Vermittlung von Arbeitsuchenden in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis durch zugelassene Träger (wie bisheriger Vermittlungsgutschein); AVGS3 zur Durchführung einer betrieblichen Trainingsmaßnahme von bis zu 6 Wochen bei einem Arbeitgeber.
Der AVGS wird beim zuständigen Leistungsträger (Arbeitsagentur, Jobcenter, Landkreis o.a.) beantragt.

 

Ab Beginn der Arbeitsuche kann der AVGS ausgestellt werden (nach 6 Wo. Rechtsanspruch bei ALGI).

Der AVGS kann regional und zeitlich befristet werden, gilt aber in der Regel für bis zu 6 Monate (3 Monate befristet), solange keine Umstände eintreten, die einen Wegfall der Anspruchsgrundlage begründen (z.B. Arbeitsaufnahme, Wechsel von ALGI in ALGII oder Beendigung der Arbeitsuche). Der AVGS kann nach Ablauf der Frist in der Regel wiederholt bei der jeweiligen Arbeitsagentur/ erneut ausgestellt werden, sofern ein Leistungsanspruch noch besteht. Für Bezieher von ALG2 besteht kein Rechtsanspruch nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit. Es ist eine Ermessensleistung!

Alle Menschen, die bei ihrem zuständigen Leistungsträger arbeitsuchend gemeldet sind, können einen AVGS beantragen. Dazu
gehören neben Empfängern von ALGI (hier nach 6 Wochen Rechtsanspruch) und ALGII unter anderem auch:
• arbeitsuchend gemeldete Nichtleistungsempfänger
• Selbstä ndige oder Berufsrückkehrer
• Studenten und Auszubi ldende auf Jobsuche
• Soldaten bei Beendigung des Wehrdienstes
• Beschäftigte in Transfer- und Auffanggesellschaften

Es muss der AVGS2 beantragt und mit dem privaten Vermittler ein (neuer) Vermittlungsvertrag abgeschlossen werden. Die Vermittlungskosten für AVGS- lnhaber werden bei Erfolg vom Leistungsträger übernommen. Sollen vor der eigentlichen Vermittlung noch Aktivierungsmaßnahmen (Bewerbungstraining, Coaching, Profiling o.ä.) stattfinden, muss der AVGS 1 beantragt und mit dem privaten Vermittler ein Vertrag über die Durchführung einer solchen Maßnahme abgeschlossen werden.
Es können nur versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit mindestens 15 Stunden die Woche vermittelt werden, die von mindestens 3-monatiger Dauer sind und nicht beim selben Arbeitgeber, bei dem Sie innerhalb der letzten 4 Jahre schon einmal gearbeitet haben.
Der private Vermittler muss seit dem 01. Januar 2012 als Träger gemäß AZAV zertifiziert sein und muss über ein eigenes Qualitätsmanagementsystem verfügen.